Die Existenz des Weinanbaugebiets "Arbois" geht bis ins Altertum zurück.
Schon Plinius d. Jü. erwähnte
es in seiner "Naturkunde" 80 J.n.Chr.
Durch alle Zeiten hindurch haben bekannte Persönlichkeiten unsere Weine geschätzt und gehuldigt.
Kard V., Kaiser Österreichs und Burgundgraf, hatte davon oft an seiner Tafel; der bekannte Erasmus,
der 1510 unter dem Schutz des Kaisers stand, durfte "Arbois" ebenfalls schätzen und mit ziemlicher
Wahrscheinlichkeit wurde ihm ein Fässchen geschenkt um seinen kranken Magen zu heilen.
Franz I. mochte ihn so sehr, dass er 160.000 Sprösslinge nach Fontainebleau kommen liess,
um dort ein Weingut zu errichten. Die staatlichen Archive belegen Spuren vieler Weinkäufe -
Margaret v. Flandern kaufte regelmässig zwei Fässchen "Galanten Weins" (der jetzige Macvin).
Die Waliser liessen den Bourbonen ihren ausdrücklichen Vorzug für diesen Wein übermitteln.
HeinrichIV. war ein so begeisterter Liebhaber, dass er schrieb: "Nun Trinke ich so- von mei'm alten
Arboy -lasst uns singen, meine Herren- den Atem verlieren- Hosanna, Bacchus und Silene".
Schrieb er nicht diese Zeilen an seinen Minister Sully: "Eure Küchen besichtigte ich auf euch wartend,
wo ich von Eurem Arboy trank, den besten den ich je getrunken habe."
Man könnte die Liste dieser Anekdoten freizügig weiterführen, um an Brel oder Jean-Jacques Rousseau
zu erinnern, aber ohne zu vergessen,
daß Louis Pasteur Rebkrankheiten in seinem Rebgarten in Montigny
studierte, vor unserem Weinlager. Seine erstellten Studien sind der Grundstein für die Oenologie, der
Wissenschaft des Weins.Als 1935 schliesslich das Gesetz der kontrollierten Markenzeichen (AOC)
geschaffen wurde, wurde damit Arbois, als dessen Ursprung, das erste kontrollierte Markenzeichen (für Wein).